Austauschfahrt der 8b nach Lyon

Austauschfahrt Lyon Rückert-Gymnasium Berlin

Bericht zur Austauschfahrt Lyon

Vom 21.04 bis zum 28.04 fuhren wir (die 8b und drei weitere Schülerinnen aus den Klassen 7b, 9a und 9b) nach Lyon zu unserer dortigen Partnerschule Collège Jean Monnet. Bei der Ankunft wurden wir von den Gastfamilien am Bahnhof schon erwartet.

Am 1. Tag gab es gleich einen gemeinsamen Ausflug mit den Partnern: Ein Reisebus fuhr uns nach Vienne, einer kleinen historisch interessanten Stadt südlich von Lyon. Wir besuchten zuerst das gallorömische Musée de St Romain-en-Gal, eine archäologische Fundstätte, wo man anschaulich sehen kann, wie eine gallorömische Stadt, die es an dieser Stelle einmal gab, aufgebaut war.

Nach einem Picknick liefen wir einen Hügel hinauf zum Aussichtspunkt von Pipet, um die Aussicht zu genießen. Als wir wieder unten in der Stadt waren, starten wir eine Rallye, bei dem wir in kleinen Gruppen mit unseren Austauschpartnern in der Stadt verschiedene Dinge entdecken und herausfinden sollten.

Am 2. Tag besuchten wir als erstes den Unterricht, wo wir, aufgeteilt auf verschiedene Klassen, die ungefilterte französische Unterrichtsatmosphäre erleben durften.

Anschließend machten wir uns auf zum Viertel la Croix-Rousse, das auf einem Hügel liegt,

welcher im 19. Jahrhundert „la colline qui travaille“ getauft wurde, da dort das Zentrum der Seidenweberei war. Daher besuchten wir dort auch eine Seidenweberei, in der früher Stoffe gewebt wurden. Wir konnten sogar erleben, wie genau so ein Webstuhl funktioniert.

Nach einem Picknick und freier Zeit zum Erkunden des Marktes, lernten wir in einer Führung, was „traboules“ sind (ein Netzwerk aus oft versteckten Fußgängerpassagen durch Häuser und Hinterhöfe), und wir schauten uns verschiedene „murs peints“ an, das sind bemalte Hauswände, die man in Lyon an vielen Stellen findet.  

Am 3.Tag des Austauschs gab es nach einem weiteren Unterrichtsbesuch einen Besuch des Musée des Confluences, wo wir an einer Führung teilnahmen. 

Besonders beeindruckend war die moderne Architektur des Museums sowie die spannenden Ausstellungen über Wissenschaft, Geschichte und verschiedene Kulturen der Welt. Die Guides erklärten viele interessante Dinge, und besonders die ausgestellten Tiere und historischen Objekte gefielen vielen sehr gut.

Nach dem Museumsbesuch aßen wir gemeinsam mit unseren Austauschpartnern in der Kantine. Am Nachmittag besuchte die Klasse, nach einem Spaziergang an der Rhone entlang, den Parc de la Tête d’Or.

Nach dem Wochenende bei den Gastfamilien hatten sich viele Schülerinnen und Schüler schon an den französischen Alltag gewöhnt.

Am Montag, nach einem weiteren Unterrichtsbesuch, machte sich unsere Gruppe auf den Weg zur Basilique Notre Dame de Fourvière, einem der bekanntesten Wahrzeichen von Lyon. Als wir an der Basilika ankamen, waren viele sofort von der beeindruckenden Größe und der besonderen Architektur begeistert. Durch die Lage auf dem Hügel („la colline qui prie“ genannt) hatte man bereits von außen einen tollen Blick über Lyon. Während einer besonderen Führung („visite insolite“) erfuhren wir viel über die Geschichte der Basilika, ihre Bedeutung für die Stadt Lyon und ihre aufwendige Gestaltung. Besonders beeindruckend waren die goldenen Mosaike, die bunten Fenster und die vielen kleinen Verzierungen im Inneren der Kirche. In der Basilika herrschte eine ruhige und besondere Atmosphäre. Das Highlight des Tages war der Aufstieg auf das Dach der Basilika, von welchem man ganz Lyon sehen und sogar die Berge in der Ferne erkennen konnte.

Auf dem Weg nach unten sahen wir dann noch eine weitere Attraktion Lyons: die beiden gallo-römischen Amphitheater aus den Zeiten der Römer, als Lyon noch Lugdunum hieß, die hoch oben in den Berg Fourvière gebaut sind. Schließlich gab es noch ein Stadtspiel und Freizeit im Vieux-Lyon, der wirklich sehr schönen Altstadt von Lyon.         

Am Freitag, den 30. Mai 2025, begann der Rückbesuch der französischen Austauschschüler*innen aus Lyon. Bis zum Freitag, den 6. Juni 2025, verbrachten sie eine Woche in Berlin, bei den nun schon vertrauten Partnern in Gastfamilien.

Während ihres Aufenthalts nahmen sie unter anderem an zwei Unterrichtsstunden teil und konnten dadurch das deutsche Schulsystem sowie die Atmosphäre im Unterricht kennenlernen. Besonders interessant fanden sie die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem französischen Schulalltag.

Ein gemeinsamer Höhepunkt der Austauschwoche fand am Donnerstag statt. Alle gemeinsam unternahmen wir einen Ausflug nach Potsdam und besuchten dort das Schloss Sanssouci, wo wir im Rahmen einer Führung viel über die Geschichte des Schlosses und seiner beeindruckenden Gartenanlagen erfuhren. Nach einem gemeinsamen Picknick im Park ging es zu einem Stadtspiel in die Innenstadt. Danach folgte eine Bootstour, die bis zum Wannsee führte.

Auch außerhalb der offiziellen Programmpunkte verbrachten wir viel Zeit mit unseren Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern. Nach der Schule unternahmen wir verschiedene Freizeitaktivitäten, beispielsweise Besuche in Parks, gemeinsame Einkaufsbummel oder Ausflüge zum Rummel. Einige Gruppen besuchten zudem eine Roller-Skater-Disco. Die französischen Gäste zeigten sich während ihres Aufenthalts sehr interessiert und begeistert. Besonders gefallen haben ihnen die gemeinsame Zeit mit ihren Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern, die abwechslungsreichen Freizeitaktivitäten sowie die Möglichkeit, den deutschen Alltag und die deutsche Kultur kennenzulernen.

Die Austauschwochen bot allen Beteiligten zahlreiche neue Eindrücke und ermöglichte es den Schülerinnen und Schülern, die Kultur, den Alltag und das Leben im jeweiligen Gastland besser kennenzulernen. Auch wurden einige Freundschaften geknüpft, die hoffentlich lange bestehen bleiben werden.

Gezeichnet: die Homepage-Gruppe (Amelie, Lieke, Marlene, Vincent und Frau Mittelstädt)

Lyon Austauschfahrt Rückert-Gymnasium Berlin
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Juli 1, 2026